7 Tage hier - Noch 91 Tage Therapie - Ein Bild
Es ist schon sehr lustig. Früher hat sich niemand dafür interessiert, wie es mir geht, wie ich mich fühle etc. Und auf einmal, jetzt, wo ich Borderline, PTBS, Panikattacken etc. habe, rennen sie mir auf einmal die Bude ein, fassen mich mit Samthandschuhen an und wollen alle, dass mein Leben besser wird. Es ist wie mit einem Zigarettenstummel, der noch glüht, den man auf den Boden wirft und bei dem man erst die Feuerwehr ruft, wenn das ganze Haus in Flammen steht. Ich wünschte, man hätte mich, als man mich als glühenden Stummel auf den Boden geworfen hat, mit einem Eimer Wasser gelöscht - dann wäre ich jetzt nicht hier. Noch 91 Tage Therapie, und obwohl ich mich hier eigentlich aufgehoben fühle, fühl ich mich allein und verlassen, soll mich auf das hier konzentrieren und werde nicht ansatzweise von meiner Außenwelt informiert, in der es grade drunter und drüber geht. Egal, wie voll mein Therapieplan auch ist (und er ist voll, 10 Stunden, mit den Mahlzeiten dazwischen), um 18h ist nun mal Therapieende und ich fange an, mir Sorgen zu machen. ich fühle mich kaputt.
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Daniel 's coming...
Tja, nun ist es also fast soweit - Am Dienstag kommt Daniel her. Heute hab ich das erste Mal seit Tagen Geschirr gewaschen. Um welches zu sparen, hab ich tatsächlich Sachen mehrmals genutzt, um nicht in dem Zeug zu ersticken.. naja, bei dauernden Tiefkühlpizzen ist das ja noch fast hygienisch genug.. Mein Sohn ist heute in seinen dritten Kindergarten gekommen, in dem er nun bleiben wird. Es war schon sehr schön, meine kleinen Engelchen zu sehen und mit ihnen zu spielen. Die anderen Kinder mochten mich auch total gern, was mich fast wunderte, wo ich doch ganz in schwarz da war. Die eine kleine, Lara heißt sie, hat mir immer wieder in den Mund schauen wollen und meinte, ich kann ja mal zu ihrer Mama gehen, weil die Zahnärztin ist. Fand ich echt süß. Ich hab im Hof Reifen-Durchspringen veranstaltet und alle fanden es toll, die mitgemacht haben. Das war vielleicht ein Gepurzel.. Naja, morgen muss ich meinem Opa mal die Küche putzen, meine Mutter jammert dauernd über den grauenhaften Zustand. Dummerweise ist die Haut um mein Handgelenk immer noch entzündet, dürfte also ziemlich eklig werden, mit Wasser zu arbeiten.. aber da muss ich dann wohl durch. Nachmittags lass ich dann meine Linsenstärke ausmessen und bestelle neue Kontaktlinsen, damit ich wieder richtig sehen kann. Alles in allem relativ unspektakulär.. Am Sonntag kommt Robert endlich wieder und ich kann es kaum erwarten. Freu mich schon total auf ihn und werde zur Feier des Tages neues Teegebäck machen (Zimtsterne *yummi*). Ich mag ihn endlich wieder in den Arm nehmen.. hach ja.. Habt einen schönen Abend..
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Heilloses.. Heiloses...? Chaos..??
Ich weiß grade nicht mal, wie "heillos" geschrieben wird.. heil-los? Nicht heilbar? Hä? Grammatik voll im Eimer, dabei bin ich eigentlich so gut. *seufz* Ich bin durcheinander, mehr als sonst, glaub ich, dabei hat das Jahr eigentlich sehr gut angefangen, ich hab alles soweit auf die Reihe bekommen, aber es ist sehr schwer im Augenblick. Ich erwarte ja nicht, dass mein Leben einfach und mit Links zu händeln ist, das bin ich nicht gewohnt (und es würde mir Angst machen) und außerdem mag ich die Herausforderung eigentlich. Aber Fairness scheint echt zuviel verlangt. Ich hämmer mich durch den Kinder-Termin-Stress, weil sich die Freundin meines Exfreundes dauernd quer stellt. Er macht aber dann auch einen auf "Es ist alles in Ordnung in unserer Beziehung", obwohl ich dauernd andere Dinge höre. Ich hab so die Nase voll. Brauche oft einen halben Tag, um mich von diesen Telefonaten zu erholen und breche ab und zu sogar hyperventilierend zusammen, weil mein Körper den Stress nicht mehr erträgt. Manchmal frag ich mich, ob ich grade dabei bin, mich umzubringen, ob mich irgendwas versucht, zu töten, das in mir ist und ich kann anscheinend nicht entkommen. Dann hab ich den Eindruck, mein Herz würde zu den Fußzehen herausgesaugt werden. Angst und Schmerz, beides sehr stark, erfüllt mich mit Grauen, Panik, Horror, Wut, Traurigkeit, dem Gefühl von Ohnmacht. Ich will so gern endlich in meine Therapie aber ich habe gleichzeitig unheimliche Angst davor. Davor und.. davor dass... Ich hab noch ein weiteres Problem, das mich echt in Schwierigkeiten bringen könnte - ich fühle mich furchtbar zu meinem Mitbewohner hingezogen. Ich muss immer lachen, wenn wir zusammen sind, meine Mundwinkel gehen gar nicht mehr nach unten, wenn ich mit ihm in einem Raum bin. Wenn er nicht da ist (was er jetzt eine Woche wieder nicht ist, weil er zwecks Klausurphase mit seinen Mitstudenten weggefahren ist um zu lernen), fühle ich einen bohrenden Schmerz und tiefe Sehnsucht. Ich rede dauernd nur von ihm.. ich finde es anstrengend.,.. wieso ist das nur so? Probleme, Probleme.. wundere mich, noch die Kraft zu haben, hier reinzuschreiben.. ich vermisse so viele Menschen um mich herum.. Jörn und Rüdi und von Xel hör ich so ziemlich gar nichts mehr.. Mein Gehirn löst sich langsam auf, Lücken in meinem Gedächtnis werden immer größer, immer quälender.. müsste mir meine Tage, glaub ich, in Stichworten notieren, um überhaupt noch irgendwas zusammensetzen zu können... Ich muss frühstücken und den Tag rumkriegen... Noch 5 Tage, bis ich meinen Mitbewohner wiederhabe...
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Verdammt...
Ich muss mich mal wieder auskotzen. Es klappt grade wieder gar nichts. Ich schaffe mein Lernpensum nicht, alle um mich rum erwarten aber, dass ich dieses Jahr den Abschluss schaffe. Die Kinder sind krank, deshalb ist unser Treffen heute nach 2 Wochen doch hinfällig. (dann tönt wieder die Stimme der Frau des Pflegekinderdienstes in meinem Kopf, die mir sagt, dass von einer Rückführung nur gesprochen werden kann, wenn die Termine mindestens wöchentlich sind..) Und zu guter Letzt - Ich fange an, Daniel zu hassen. Erst meint er, es ist okay, mit der Woche, die er zu mir kommen soll und auf einmal ist es nicht mehr okay, dann sollen es nur noch 3 Tage sein. Wir haben uns jetzt 5 Monate nicht gesehen, ich liebe ihn so sehr und ich halte es kaum aus. Er sagt auf der einen Seite, er benimmt sich in meiner Gegenwart anders als sonst, aber wir können kein Paar sein. Er küsst mich leidenschaftlich und wäre wohl noch weiter gegangen, wenn ich ihm nicht meine Liebe gestanden hätte. Küssen, Umarmen, Streicheln - alles gut. Ich bin wertvoll, sagt er. Ganz was besonderes, sagt er. Aber ein Paar sein können wir nicht?! Was soll das? Das tut weh, verdammt nochmal.. Ich hatte gestern eine 3fache Essattacke, was heißt, es fing um 15h nach unserem Gespräch an, und dauerte permanent bis in die Nacht an, obwohl ich so grauenhafte Magenschmerzen hatte, dass ich den gedanken, alles zu erbrechen inzwischen schon fast angenehm gefunden habe. Mir ist immer noch so schlecht, dass ich nicht mal Hunger habe und ich werde mich nachher zu meiner Therapeutin schleppen. Mein Antrieb ist aber gleich Null. Ich sehe meinen durchaus realisierbaren Stundenplan, der nachher ansteht und habe das Gefühl, ihn nicht bewältigen zu können. Versuchen werde ich es trotzdem... Ich schau dann mal, dass ich irgendwie den Tag beginne...
Danke fürs lesen..
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Ist schon ne Weile her..
...dass ich hier reingeschrieben habe. Das Ende des letzten Jahres war sehr anstrengend. Ich hatte ziemlichen Streit mit Sascha wegen den Kindern, wegen angeblichen Missverständnissen und Co und fiel in eine grauenhafte Weihnachtsdepression, die darin gipfelte, dass ich mir einen riesige rote Strähne ins Haar machte, um das Motto "einfarbig" für eine Party besser zu erfüllen. Das ganze ging allerdings gründlich schief, weil ich in Roter Kleidung dermaßen Panik bekam, dass ich zuhause bleiben musste. Das war dann also mein Silvester. Aber es war okay.. Das neue jahr startete recht entspannt und ich versuche, mich nicht verrückt zu machen. Ich lese viel und versuche, meine Schulsachen zu lernen. Allerdings gibt es Dinge, die mich tierisch nerven. Ich habe besuch, bis morgen, morgen geht er nach 2 Wochen. Seit dieser Kerl da ist (er ist momentan Wohnungslos), bin ich permanent damit beschäftigt, hinter ihm herzuräumen. Die Konsequenz, die ich daraus ziehe, ist, dass er künftig nicht mehr hier schlafen wird. Die Besuchskontakte laufen immer noch nicht zu meiner Zufriedenheit, aber ich arbeite dran. Von Freiburg weiß ich immer noch nicht wirklich was.. Nun ja, Sorgen mach ich mir um Daniel. Er wurde heute aus der Klinik entlassen.. ich frage mich, ob er sich halten wird.. und ob er mich besuchen wird.. Hach ja.. mal sehn.. ich höre jetzt Terry Pratchett (Ab die Post) und dann.. mal sehn, gehe ich zu Robert und schau ihm ein bisschen beim Skyrim spielen zu... Fühlt euch gedrückt. Wer auch immer das hier liest.. Liebe Grüße, Doro
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Das ist ja wohl ein Scherz.
Ich bin selten so wütend gewesen und habe mich selten so ungerecht behandelt gefühlt.
Machen wir mal eine chronologische Abfolge meines Zustandes und den damit verbundenen Dingen:
August: Alles gut, alles entspannt sich langsam, ich bekomme ein neues Zuhause, wuhu.
September: Daniel ist da, meine Gefühle brechen wieder hervor und er stößt mich (unabsichtlich) in einen verdammt tiefen Abgrund. Ich heule jeden Tag 2-3 Stunden. Termine mit den Kindern sind unregelmäßig, kann ich zeitweise nicht wahrnehmen.
Oktober: Zustand ist nicht viel besser, aber ich arbeite dran. Beschließe, in die Tagesklinik zu gehen, sehe die Kinder jetzt einmal die Woche, allerdings betreut.
November: Musste Tagesklinik abbrechen wegen verschiedener Faktoren, fühle mich aber wesentlich besser als im September. Kämpfen hat sich gelohnt. Es ist immer noch betreuter Umgang, jedoch heißt es, dass dieser bald vorbei ist und dass ich nun sogar doch mit Elias in die Klinik darf. Ich freue mich. Elias Aufnahmetermin ist am 7.12. Ich bereite mich drauf vor. Am 6.12. ist der letzte Besuchskontakt, der letzte betreute und ich FREUE mich unheimlich, bereite alles vor, damit wir an dem Tag backen können.
2.12.12.: Sascha ruft an und teilt mir mit, dass der Arzt ein striktes Kontaktverbot zwischen mir und Elias ausgesprochen hat. Keine Telefonate mehr, kein Treffen, keine Briefe, nichts. Ich stelle eine Gefährdung da. Stützen tut dieses A****l*** seine Behauptung auf einen bericht, der ein VERDAMMTES HALBES JAHR ALT IST!!! ... ich stand gestern in der Stadt, mitten unter 100 von Menschen und habe geschrieen vor Verzweiflung. Ich habe so hart gekämpft und werde langsam das Gefühl nicht los, dass Wetten über mein Ableben abgeschlossen werden.
Montag geh ich in die Praxis und werde diesem Drecksstück von Arzt was erzählen. Was bildet der sich eigentlich ein? Ich bin unter einer dauer-suizidalen Mutter aufgewachsen und hatte fast keine Kindheit und obwohl es alle wussten, hat keiner was unternommen. Und nun soll ich leiden, wo ich so hart an mir arbeite? Von wegen! Der kann was erleben.,..
Das musste raus. Doro PS: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=21194 Es wäre toll, wenn hier so viele wie möglich mitwirken würden.. Theapieplätze zu finden ist schwer, sich dazu aufzuraffen oft fast unmöglich..
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Meine Email an Daniel... hier in Kopie.. damit ihr mal wisst, was los ist derzeit..
"Ein heller Moment..
...den ich nutzen möchte, um dir zu schreiben..
Ich will dir versuchen, zu erklären.. was los ist in mir..
Ich bin (und es fällt mir unendlich schwer, das zuzugeben) momentan total überfordert mit so ziemlich allem. Ich lebe in Erwartungsdruck.. dieser erstreckt sich über mehrere Gebiete..
Da wäre einmal mein Mitbewohner, der mich anscheinend mag, denn er läd mich auch ab und an ein, mit ins Kino zu kommen, mit ihm zu spielen, ich darf auch in sein Zimmer und mich auf die Couch setzen, wenn er arbeitet, darf Kontakt zu seinen Mitstudenten haben.. also.. eigentlich scheint ja alles in Ordnung zu sein. Aber ich will ihm alles Recht machen.. also koche ich immer für ihn mit, passe auf, dass er genug isst (er ist ja auch sehr dünn und vergisst über die Arbeit meist, was zu sich zu nehmen), bringe ihm Tee ins Zimmer und halte die Wohnung sauber. Und obwohl ich das alles mache, hab ich das Gefühl, es ist nicht genug.
Meine Mitmenschen erwarten von mir, dass ich nächstes Jahr endlich meinen Abschluss mache. Das erwartet das Jobcenter, das erwartet meine Familie, meine Oma, so ziemlich jeder, der mich für dumm und ungebildet hält und zu guter Letzt ich selbst, weil ich allen beweisen möchte, dass ich das kann. Dummerweise werde ich dauernd darauf hingewiesen, endlich zu lernen, dies und das können zu müssen, darauf, dass andere SO viel besser sind als ich und dass ich wohl nur simuliere (wortwörtlich das, was meine Oma gesagt hat) oder faul bin (Jobcenter Leistungsabteilung). Lernen kann ich unter diesen Umständen anscheinend erst recht nicht. Druck kommt und verstärkt sich langsam.
Das Jugendamt erwartet, dass ich mein Leben komplett auf die Reihe bekomme, also ordentlich bin, lerne, meine Therapie mache, meine Schulden loswerde und eine gute Mutter bin. Wenn ich das nicht schaffe, bin ich eine Versagerin und bekomme meine Kinder nicht wieder. Meine Kinder sind mein Leben. Ich strenge mich an und der Preis ist mir egal.
Mein Sohn ist krank und das Ergebnis liegt noch nicht vor, es wird vermutlich das Krankenhaus sein. Das heißt, mein Sohn wird eine Menge unangenehmer Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen, was mich nicht unbedingt in Hochstimmung versetzt, eher in Panik. Ich habe Angst, dass mein Kind stirbt. Das sind Gedanken, die mir das Gefühl vermitteln, dass mein Kopf auseinandergefetzt wird, von innen heraus.
Meine Freunde wollen, dass ich gute Laune habe. Wenn ich die nicht habe, dann wollen sie weniger mit mir machen, weil ich anstrengend werde. Ich rede zu viel. Und ich mache Witze, die kein Mensch versteht. Ich bin seltsam, von einer Depressiven Wolke umgeben, laut, zu überdreht und merkwürdig. Ich muss meinen Freunden Sachen schenken, weil ich Angst habe, dass sie mich sonst nicht mehr mögen. Viele melden sich bei mir nicht aus eigenem Antrieb. Das tut weh. Ich fühle mich allein.
Meine Familie will, dass ich meine Schulden in den Griff bekomme. Dauernd gerate ich mit meinem Vater aneinander. Nun ja, seit ich die Anwältin besucht habe, eher weniger, aber es ist trotzdem ein sehr schlechter Gedanke, der mich da plagt.
Die Therapie steht demnächst an und ich hab eine verdammte Riesenangst davor. Ich habe das Gefühl, dass ich das nicht schaffen kann. Ich habe Angst, dass die Therapie dann anfängt, wenn du wieder aus der Klinik kommst und wir uns dann 3 Monate länger nicht sehen können. Damit wären wir beim nächsten Punkt, und das bist..
...DU!
Du machst mich einfach wahnsinnig, weißt du? Ich fühle mich so unendlich tief verbunden mit dir. Ich weiß nicht, ob du das auch so siehst, du redest sehr selten über Dinge, die du mirbezüglich empfindest und durchs Telefon ist es nicht möglich, Mimik zu deuten. Du bist wirklich der einzige Mensch, der mich anscheinend versteht. Oder verstand. Aber du bist nicht mein Therapeut.. du hilfst mir.. zweifelos sehr.. sehr viel. Die Gespräche mit dir sind mir sehr wichtig, aber ich weiß, dass ich mehr Rücksicht nehmen muss.. Du bist auch nicht fit. Und ich merke es immer deutlicher, dass dich unsere Gespräche sehr anstrengen. Ich will einfach nicht, dass du verschwindest.. oder dass es dir schlechter geht, wenn ich in diesem Zustand bin. Und deswegen hab ich gesagt, dass ich dich nicht mehr anrufen will.
Ich werde es natürlich trotzdem tun. Morgen.. aber ich fühle mich so hilflos im Moment. Weißt du, ich merke, dass es dir nicht gut geht, wir reden ja auch darüber. Und das tut mir weh. weil ich dich glücklich sehen will. Du kannst so wunderbar lächeln. Wenn du grinst bist du einfach umwerfend... (und wenn du dich fragst, wann du gegrinst hast.. das war beim Klangmemorie, als du mich besiegt hast. Der Anblick hat sich regelrecht in mein Gehirn gebrannt)
Als wir darüber redeten.. dass du dich erholen musst und dass du gesagt hast, dass du vier Monate dafür bräuchtest.. da hast du mir sehr, sehr wehgetan.. ich sagte.. "komm her" und du sagtest, das geht nicht. Wieso? Wegen dem Jobcenter. Wegen den Katzen. Wegen Annika. Ich werde nie gut genug sein.. so fühlt sich das an.. ich werde dir nie so viel bedeuten wie Annika.. oder deine Katzen.. und das hat mich.. wirklich.. erschlagen. Seitdem hab ich fast permanent das Bild vor Augen, wie ich mir mit einem riesigen Messer den Arm zerschneide. Heute lief ich durch die Stadt und habe mir vorgestellt, wie es wohl wäre, in Blut zu baden. Der Gedanke war so schön, dass er mir Todesangst bereitet hat. Ich will dich anrufen und mit dir reden, immer und immer. Ich will neben dir im Gras liegen und in die Wolken schauen. Ich will dich umarmen, mit dir kuscheln und die Welt vergessen. Wieso kann ich nicht wenigstens das haben? Ich brauche kein Geld, um mir viele Dinge kaufen zu können, ich brauche kein Schloss zum Leben oder 1000 verschiedene Kleider und Schuhe, keinen Champagner zum Frühstück oder das neuste Handy. Ich brauche nur eine Thermoskanne mit Tee, zwei Tassen, 2 Decken (eine zum Zudecken) und dich. Mehr nicht. Das ist für mich.. wie Therapie.. denn es tut meiner Seele gut..
Verlustangst ist eine grausame Angelegenheit.. die damit verbundene Verausgabung auch. Ich fühle mich wirklich sehr, sehr müde. Und alt.
Nichts desto trotz geht es mir grade einigermaßen gut.. ich war auf dem Weihnachtsmarkt mit Marc und dann einkaufen wegen meiner Plätzchen, die ich backen wollte.. ich mäste Robert.. *grinst leicht* der ist auch komisch.. ich kenne niemanden, der seine Mundwinkel so weit nach oben bekommt wie er.. und das hab ich ihm gesagt.. gestern Nacht folgte dann noch ein 5-Minütiger Lachkrampf meinerseits, weil er nicht aufhörte, mich anzusehen und zu grinsen.. ich bin froh, hier zu wohnen. und ich würde es dir unendlich gern zeigen.. Pass auf dich auf.. Doro"
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Ach ja.
Heute ist es wieder ziemlich komisch, mein Gefühl.
Habe grade fast 1 1/2 Stunden mit Daniel telefoniert. Zeitweise war es lustig, teilweise sehr, sehr schmerzhaft.
Der eine Teil von mir sagt, dass es okay ist, unglücklich verliebt zu sein und der andere will diesen Mann hassen, so sehr hassen, das kann man sich nicht vorstellen.
Meine Gefühle sind oftmals kaum in Worte zu fassen.
Nachher steht ein Termin mit dem Pflegekinderdienst an. Ich hasse diese Frau und hoffe, dass nun ENDLICH die Zuständigkeit gewechselt wird. Ich bin einfach nur wütend über das, was mit uns (mir, Sascha und seiner Freundin) abgezogen wird.
Ich meine, wenn man, immer, wenn man den Namen A. hört, an dieses Lied hier denkt, kann etwas nicht gut sein...
http://www.youtube.com/watch?v=ta-Z_psXODw
Ich liebe das Lied trotzdem.
Hffffz....
Ich muss jetzt erstmal nachhause, Mittagessen kochen, danach zu meinem Opa. Ich hasse es, da hin zu gehen, ich darf dann sicher wieder die Laune meiner Mutter abfangen.
Es gibt übrigens noch etwas gutes: Freitag hab ich überraschend einen Termin für das Vorgespräch in Freiburg bekommen. Eigentlich wäre das erst nächstes Jahr passiert, aber es hatte jemand abgesagt und so hab ich die Chance, statt 7-12 Monate warten zu müssen, nun nach 4-6 reinzukommen - Yeah ^^
Nun denn.. *winkt in die Runde und verschwindet*
Danke fürs Lesen...
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Viel los momentan
Naja, es ist ja eigentlich immer so.
Allerdings türmt es sich momentan ziemlich.
Elias' Bauchspeicheldrüse, auf die man nun endlich kam, arbeitet wohl nicht ganz so, wie sie sollte. Er hat innerhalb eines Jahres 2kg abgenommen und ist für sein Alter dann leider doch ein bisschen kleiner als die Norm. Jedenfalls gehts ihm nicht sonderlich gut und das bereitet mir Bauchschmerzen.. mein armes kleines Sohny..
Tja, aber er und Felicitas sind trotzdem nach wie vor Zauberhaft und wir haben viel Spaß miteinander, wenn wir uns sehen.
Bei meinem Opa läuft es derzeit.. naja. Er nervt unheimlich. Da tut man ihm mal einen gefallen und dann wird man nur fertig gemacht.
Ich rühre seine blöde Vorratskammer nie wieder an. Soll er sich doch mal ne Lebensmittelvergiftung holen, wenn er so scharf darauf ist. Ich wasche meine Hände in Unschuld.
Tja, meine Schuhsohlen sind beide durchgebrochen. Ich arbeite deswegen auch bei meinem Opa, damit er mir neue Schuhe besorgt. Ich werde sie wohl erstmal notdürftig flicken und dann sehen wir weiter.
Mit der Schule geht es schleppend voran.. meine Oma nervt deswegen.
Eigentlich war ich ja in der Tagesklinik, hab aber heute erstmal abgebrochen, um die anderen Dinge zu regeln. Anders kann ich mich kaum konzentrieren. Wird wohl erstmal besser sein.. außerdem bekam ich von dem Klinikessen ziemliche Bauchschmerzen und Ausschlag. Das ist echt unangenehm.. kommt wohl nicht an meine Rohkost und meinen doch recht ausgewogenen Ernährungsstil ran.. ich mag einfach keine Dosensachen und diesen Berg an Konservierungsstoffen..
Also erstmal weiter Psychotherapie.
Und dann hab ich ja noch meinen Mitbewohner. Der ist auch eine Art Psychotherapie. Total lieb und so wunderbar lustig, ich liebe es, mit ihm zusammen zu wohnen
Ich hatte noch nie so harmonische Lebensverhältnisse, was Wohnen angeht...
So... ich geh mal mein neues Seidentuch auswaschen und die Farbe fixieren..
Habt ein schönes Wochenende...
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Heute ist es ein bisschen schwer, gute Laune zu haben..
Aber ich versuche es trotzdem.
Hatte ein Gespräch mit meiner Therapeutin. Inzwischen liege ich lieber beim Reden, das ist irgendwie angenehmer. Es ist, als könnte alles aus mir rausfließen.
Also das Gespräch war sehr anstrengend. Außerdem musste ich mich danach noch mit den Schuhsohlen rumärgern, weil die gebrochen sind und ich dringend neue brauche, damit ich nicht die ganze Zeit nasse Füße hab. Nchr.
Egal. Morgen hab ich ein Vorgespräch für die Tagesklinik und Diagnostikbögen für Freiburg hab ich auch losgeschickt, ich werde in 7-12 Monaten dort aufgenommen und dann eine Weile auf der Borderline-Station sein, um endlich stabil genug zu werden.
Tja.. soviel dazu.. ich bin heute zu erschöpft, um mehr zu schreiben. Seht es mir nach..
Danke..
Doro
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Wiedergeboren
Was bisher geschah:
- Daniel hat mich durch seinen Kuss in ein totales Desaster gestürzt.
- Ich bin in meine WG gezogen (zu Robert)
- Meine Kinder reagieren sehr auf meine Stimmungsschwankungen.
Ich reagierte darauf mit:
- Selbsthass und sehr, sehr viel Selbstmitleid.
- 2-3 Stunden Weinen am Tag.
- Vielen, vielen Schmerzmitteln
- Einer Magen-Darm-Entzündung
- vielen Dingen, die ich hier lieber nicht erwähne.
Hey Leute..
Ja, ich weiß, bei mir ist es ein grausames Auf und Ab momentan.
Warum ich wieder hier bin?
Ich fange neu an.
Ich hab gestern Abend eine Weile mit Robert geredet, der überraschend früher nachhause kam. Wir haben zusammen tee getrunken und gegessen.
Naja, ich hab ihm dann halt erzählt, dass es mir nicht gut geht.
Dass das emotionale Desaster nun eigentlich schon da ist, seit ich aus der Reha bin. Und er meinte, das wäre lange und ich sollte irgendwas ändern.
Ich sollte wirklich was ändern.
Meine Einstellung sollte dringend in meinem Kopf abgespeichert werden:
Klammere dich NICHT an Dinge, die du zu diesem Zeitpunkt nicht ändern kannst!!
Nimm das, was du ändern kannst und ändere erst das, bevor du Dinge, an denen du dir grade die Zähne ausbeißen würdest, in Angriff nimmst!
Was ich damit meine, ist ja wohl klar.
So einfach ist das also, ich werde einfach warten, bis du mich von dir aus besuchen kannst/willst, Daniel und nicht mehr fragen. Mich macht dieses Geklammere von mir wahnsinnig. Und dich vermutlich auch, auch wenn du das nie sagst.
Ich weiß leider eins - solange ich diesen Zustand hier habe, wird es vermutlich erstmal nicht besser werden, auch wenn mir die Zeit mit dir vorkommen wird, wie im Himmel. Der Absturz danach ist derzeit wohl vorprogrammiert. Und ich weiß, dass ich mit dieser Aussage ein baldiges Wiedersehen eigentlich unmöglich mache. Aber ich bin ehrlich und werde weiterhin ehrlich sein, egal, wie weh mir das tut.
Nachdem ich gestern 20 Minuten gebraucht habe, um die Minispülmaschine auszuräumen und einzuräumen und das Gefühl hatte, dass das niemals zu bewältigen sei, bin ich nachhause und da erstmal im Bad umgefallen. Es ist anstrengend, zu weinen.
Naja, danach hab ich noch den Beziehungsende-Moderator bei einer Freundin gespielt. Ich weiß nicht, wieso ich das getan habe, die Worte "Ich bin gleich da" scheinen bei mir automatisch aus dem Mund zu kommen, auch wenn ich eigentlich kaum in der Lage bin, mich selbst auf den Beinen zu halten. Auch daran sollte ich dringend was ändern..
Fakt ist, dass ich meine Kraft brauche. Für die Kinder, für meine Therapie, für mich.
Meine Oma war gestern am Telefon, der ich dummerweise erzählen musste, dass mich die VHS nicht in ihren Kurs nimmt. Aber ich sehe es nicht ein, nochmal ein Jahr zu warten. Ich mach es allein. Ist dann irgendwie sehr ermutigend, wenn man von der gegenüberliegenden Seite hört, dass man das allein doch niemals schaffen kann (HALLO!? Das ist hauptschule!! Ich bin vielleicht krank aber nicht total blöd im Kopf! *fluch*).
Fordere niemals meinen Kampfgeist heraus.
Zwischen mir und Robert gabs dann gestern Abend die zweite Umarmung. Das war sehr merkwürdig.
Ich stand grade da und war am Teeregal zugange, weil ich mir Chai-Tee besorgt hatte.
Ich: "Weißt du, ich fühle mich in letzter Zeit einfach grausam allein. Gestern wurde ich zum ersten Mal seit einer Woche mal wieder richtig in den Arm genommen."
Robert: "Ah.. okay. Weißt du, dann nehm ich dich jetzt einfach auch mal in den Arm :-)"
Ich: *bekam erstmal einen Schock* "Ehhh.. oo..kay..."
Er nahm mich also in den Arm "Komm her du..."
Ich: "Okay.." *war immer noch total perplex*
Noch mehr gestaunt hab ich mich, als er mich nach den gewohnten 5 Sekunden nicht losgelassen hat..
Robert drückte fester zu, worauf ich anfing, zu quietschen. So ein komischer Kerl. ich bin froh, mit ihm zusammen zu wohnen..
Das war schon sehr lustig. Manchmal fühl ich mich wie so ein Quietscheentchen.
Überhaupt ärgert er mich dann immer. Also auf die liebgemeinte Art. Ich hab gemerkt, dass mich das zum lachen bringt, er soll also damit weitermachen. In Berlin gibt es ein Getränk namens "Vitamin-Booster", das ist eine Art Smoothie aus Ananas, Mango, Orange, Kiwi und Ingwer. Schmeckt super. Und genauso gesund, wie dieser Smoothie ist, ist Robert für mich. Der ist sowas wie mein Gute-Laune-Booster. Nur, dass man ihn nicht trinken kann.
Auf jeden Fall hat mir der gestrige Abend einiges an Kraft gegeben und ich werde heute mit viel Elan zu meinem Opa gehen und arbeiten. Ich hab nämlich gestern verdammt viel Obst eingekauft, obwohl ich mir das eigentlich nicht hätte leisten sollen.
Ich habs trotzdem getan.
Ich brauche Vitamine.. Mein Körper ist total unterversorgt.
Demnächst steht ein Blutbild an, ich muss echt wissen, was mir fehlt, damit ich die Mängel ausbügeln kann.
Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag und eine angenehme Woche..
Es geht aufwärts..
Ich melde mich wieder..
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